Aufbauorganisation des Konzerncontrolling

Aufbauorganisation des Konzerncontrolling ist die spezifische Ausprägung der Organisation der Controllingaufgaben im Konzern.

In Konzernen werden neben einem Zentral-Controlling in der Konzernspitze i.d.R. Controlling-Bereiche innerhalb der Konzerngesellschaften installiert. In diesen werden ggf. wie in einer funktional organisierten Unternehmung spezifische Controllingaufgaben wahrgenommen. Ihre Koordination erfolgt über das Zentral-Controlling bzw. Konzern-Controlling.
Das Zentral- bzw. Konzern-Controlling hat über die üblichen Controllingaufgaben hinaus Zusatzaufgaben zu übernehmen, insb.:

• Konsolidierungsaufgaben bei Ergebnisplanung und -dokumentation

• Verrechnungspreisbildung und -überwachung

• Abstimmungsarbeiten zwischen einzelnen Divisions im Konzern (z.B. bei operativen Programmplanungen und strategischen Programm- und Investitionsplanungen)

Die Zentralisierung von Controllingaufgaben ist möglichst gering zu halten. Dem Zentral-Controlling obliegen neben repetitiven Controllingaufgaben (z.B. Konzernplanerstellung) und geschäftsbezogenen Sonderaufgaben (z.B. Unternehmungsbewertung) vornehmlich konzeptionelle und systemgestaltende Arbeiten für das Controlling (z.B. Einführung eines Frühwarnsystems), Aufgabengliederungen, Informationssystem und Unterstellungsverhältnisse (Unterstellungsverhältnisse des Controlling) lassen sich in einem mehrstufigen internationalen Konzern in unterschiedlichster Weise ausprägen.
Dies hängt primär davon ab, welches Controlling-Organisationskonzept bevorzugt wird, ob eine primär zentrale oder dezentrale Konzernführung angestrebt wird, welche Kompetenzen den Controllern auf den Hierarchiestufen eingeräumt werden und welches Gewicht das Zentral-Controlling in der Zentrale hat.

Bei international tätigen Konzernen kann je nach ihrer Organisation ein auf Regionen bezogenes Controlling (Regional-Controlling) und ein auf Länder bezogenes Controlling (Länder-Controlling) installiert werden. Für das Zentral-Controlling in der Konzernspitze ergeben sich zusätzliche Probleme, die insb. durch unterschiedliche Gesetzesregelungen sowie unterschiedliche Inflationstendenzen in einzelnen Ländern, Wechselkursschwankungen und verstärkt auftretende psychologische und soziale Faktoren verursacht werden.

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