Industrieobligation

Die Industrieobligation ist eine Anleihe, die von börsenfähigen Unternehmen ausgegeben werden kann. Mit ihr ist es möglich, einen hohen Kapitalbedarf bei Unternehmen langfristig zu decken, meist über 10 bis 25 Jahre hinweg, weil eine Vielzahl von Kapitalgebern Geldmittel in kleinen Beträgen zur Verfügung stellt.




Die gesamte Anleihesumme wird dabei in kleine Teile zerlegt, die z. B. auf 100€, 500€, 1.000€, 5.000€ bzw. 10.000€ lauten. Sie werden Teilschuldverschreibungen genannt und verbriefen Forderungsrechte, d.h. die Forderung ist an das Papier gebunden. Mit ihnen verpflichtet sich der Kapitalnehmer insbesondere zur Zahlung der -meist halbjährlich nachschüssig fälligen – Zinsen und zur Rückzahlung des gewährten Kapitals.

Die Emission der Industrieobligation kann vom Unternehmen selbst vorgenommen werden. Üblicherweise erfolgt sie aber durch ein Bankenkonsortium als Fremdemission. Der Ausgabebetrag der Teilschuldverschreibung muss, ebenso wie der Rückzahlungsbetrag, nicht mit ihrem Nennwert übereinstimmen. Die Tilgung der Industrieobligation kann zu einem einheitlichen Termin erfolgen, geschieht jedoch meist nach einer tilgungsfreien Zeit (z. B. 5 Jahren) in Raten, die im Zeitablauf gleich bleiben oder ansteigen können.

Wegen der langen Laufzeit kann es erforderlich werden, dass das Unternehmen den auf dem Mantel jeder Teilschuldverschreibung aufgedruckten Zinssatz im Zeitablauf anpassen muss. Diese Anpassung wird Konversion genannt und kann nach oben oder unten erfolgen.

Kapitalkosten fallen für die Vorbereitung und Auflegung, Stellung der Sicherheiten, Börseneinführung und als Zinsen an.



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