St.-Galler-Management-Konzept

Das St.-Galler-Management-Konzept (SGMK) ist ein Ansatz, um auf viele Fragen der Führung, Gestaltung und Organisation von Unternehmen Antworten zu fmden, die nicht nur partiell jeweils für sich richtig sind, sondern die in einem ganzheitlichen Sinn als eine aufeinander abgestimmte Gesamtantwort verstanden werden können.

Im Kern des SGMK steht die Integration vielfältiger Einflüsse und die Darstellung ihrer gegenseitigen Zusammenhänge in einem Netzwerk von Beziehungen. Wird ein Gesamtproblem in Teilfragen zerlegt, und werden die Teilfragen mit partialanalytischen Untersuchungen jeweils für sich beantwortet, so besteht die Gefahr, daß sie keine in sich geschlossene, konsistente Lösung des Gesamtproblems liefern. Das SGMK bietet sich mit seinem ganzheitlichen Verständnis daher als Denkmuster in einer komplexen Welt an, um der Führungskraft einer Organisation eine widerspruchsfreie Haltung zu ermöglichen.
Im SGMK werden eine normative, eine strategische und eine operative Dimension unterschieden. Nach BLEICHER sind die drei Dimensionen des SGMK so defmiert:

1. Das Management auf der normativen Ebene konzentriert sich auf die generellen Ziele des Unternehmens mit Prinzipien, Normen und Spielregeln. Im Mittelpunkt steht die unternehmerische Vision, auf der das unternehmenspolitische Handeln, die Unternehmensverfassung und die Kultur basieren. Ziel des normativen Managements ist die Nutzenstiftung für die Bezugsgruppen, für die inneren und äußere Umwelt des Unternehmens.

2. Strategisches Management bedeutet den Aufbau, die Pflege und Nutzung von Erfolgspotentialen, für die Ressourcen eingesetzt werden müssen. Ausgangspunkt sind die Missionen des normativen Managements. Unterschieden werden bestehende und zukünftige Erfolgspotentiale: Bestehende Erfolgspotentiale stehen für realisierte strategische Erfolgspositionen, wogegen neue Erfolgspotentiale auf die Fähigkeit abzielen, zukünftig gegenüber dem Wettbewerb zu profilieren.

3. Das operative Management sorgt für die operative Umsetzung des normativen und strategischen Managements. Die Ausrichtung des operativen Managements erfolgt im ökonomischen Bereich auf der Ebene leistungs-, finanz- und informationswirtschaftlicher Prozesse sowie im sozialen Bereich auf die Effektivität der Führung der Mitarbeiter.

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