Produktionsfaktorpreisplanung

Produktionsfaktorpreisplanung ist der Arbeitsschritt innerhalb der Produktionskostenplanung, bei dem, bezogen auf die Planungsperiode, die Preise für jene Produktionsfaktoren festgelegt werden, die ein eindeutiges Mengengerüst aufweisen. Dazu zählen Werkstoffe (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) und Vorprodukte (Halbfertigerzeugnisse, Halbfabrikate, Fremdteile, Normteile und Baugruppen) sowie die menschliche Arbeitsleistung (Löhne und Gehälter).
Der Planung der Produktionsfaktorpreise für Werkstoffe und Vorprodukte wird eine mittelfristige Preisentwicklung zugrunde gelegt, wobei meist nach dem Einstandspreissystem vorgegangen wird, bei dem sich der Planpreis aus Einkaufspreis zzgl. Bezugskosten bis zum Eingangslager zusammensetzt. Im Rahmen der Tarifplanung für Löhne und Gehälter kann ein geschätzter Tariferhöhungsprozentsatz bereits bei der Planung berücksichtigt oder von den zum Zeitpunkt der Planung geltenden Tarifen ausgegangen werden.

Im zweiten Fall wird eine Planungsumrechnung zum Zeitpunkt der Tariferhöhung erforderlich. Als Ergebnis der Produktionsfaktorpreisplanung liegen eine Plan-Preisliste für Werkstoffe und Vorprodukte (geordnet nach Material- und Teilenummern), eine Plan-Lohntabelle (geordnet nach Lohngruppen) und eine Plan-Gehaltsliste (geordnet nach Gehaltsgruppen) vor.

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