Ceteris-paribus-Klausel


Die Ceteris-paribus-Klausel (zu deutsch „Übrige gleich bleibend“) spielt vor allem in der ökonomischen Theorie eine wichtige Rolle. Da wirtschaftliche Zusammenhänge sich zumeist wechselseitig beeinflussen, fällt eine theoretische Analyse, bei der Ursachen und Wirkungen eindeutig zu bestimmen sind schwer.

Um dieses komplexe Verhältnis analytisch zu vereinfachen, unterstellt man, dass bestimmte Größen sich nicht verändern. Diese Annahme bezeichnet man als Ceteris-paribus-Klausel. Ein unproblematisches Beispiel hierfür ist ein Konjunkturmodell, das unterstellt, dass die Bevölkerung in den folgenden 2 Jahren gleich bleibt. Würde man dies hingegen für die nächsten 10 Jahre unterstellen, wäre die Ceteris-paribus-Klausel schon weitaus problematischer, weil sie unrealistisch wäre: Sie lässt erhebliche Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung außer Acht und schätzt damit ihre Rückwirkungen auf die Konjunktur falsch ein.


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