Budgetplanungsinstrumente

Der Zukunftsbezug jeder Budgetierung erfordert zukunftsorientierte Informationen. Besondere Bedeutung haben daher Prognosemethoden (analytische Planungsinstrumente), die z.B. zur Bestimmung der Umsätze der Budgetperiode eingesetzt werden können. Für die meisten Budgets bilden die verschiedenen Instrumente des Rechnungswesens die wesentliche informatorische und instrumentelle Grundlage.

So basiert z.B. die Budgetierung des Finanzbereichs sehr stark auf Finanzrechnungen, zur Bestimmung des Investitionsbudgets werden häufig Verfahren der Investitionsrechnung eingesetzt. Im Produktionsbereich werden die Kostenstellenbudgets i.d.R. mit Hilfe der flexiblen Plankostenrechnung erstellt, im F&E-Bereich wird mit Projektplanungsmethoden gearbeitet.
Artikelerfolgs- und Marktsegmentrechnungen sind Beispiele für Instrumente zur Generierung von Marketingbudgets. Die verschiedenen Verfahren der kurzfristigen Erfolgsrechnung werden zur Ableitung der budgetierten GuV-Rechnung eingesetzt.

Vor besonderen Problemen steht die Budgetierung in den Gemeinkostenbereichen. Denn im Gegensatz zu den direkten Bereichen fehlt hier das Mengengerüst der Planung, Standards sind nicht bekannt, Leistungen weisen einen hohen Komplexitätsgrad auf. Um das Problem der inkrementalen Budgetierung, d.h. des bloßen Fortschreibens alter Budgetzahlen zu vermeiden, wurden spezielle Instrumente für diesen Bereich entwickelt. Ein besonders wirkungsvolles Instrument ist das Zero-Base-Budgeting, bei dem alle Inhalte der Budgets grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Die IT ist ein Instrument, ohne das die Budgetierung zumindest in mittleren und größeren Unternehmen praktisch undurchführbar ist. Allein das zu verarbeitende Datenvolumen macht eine rein manuelle Budgetierung unmöglich. Darüber hinaus ermöglichen erst die Modell- und Rechenkapazitäten der IT-Simulationen während des Budgetierungsprozesses. So können die Wirkungen unterschiedlicher Handlungsalternativen auf das gesamte Budgetsystem aufgezeigt und die Planungsqualität erheblich verbessert werden.

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