Binnenschifffahrtsverkehr

Definition Binnenschifffahrtsverkehr

Der Binnenschifffahrtsverkehr ist eine Transportart, die vor allem als Vortransportsystem für Massengüter zu den Seehäfen bzw. als Nachtransportsystem von den Seehäfen ins Binnenland Bedeutung hat. Viele Rohstofflieferungen werden mit der Binnenschifffahrt durchgeführt.

Im Binnenschifffahrtsverkehr gibt es:

Reedereien und Partikuliere

• Reedereien und Partikuliere, die als Schiffseigner von höchstens drei Binnenschiffen auftreten. Außerdem ist die Werkschifffahrt zur Beförderung unternehmenseigener Güter auf Schiffen des Unternehmens zu nennen.

Befrachter

• Befrachter, die oft für eine gute Auslastung der Ladekapazität sorgen. Sie sind eine Art Frachtenhändler, die i.d.R. keine eigenen Schiffe besitzen, aber im eigenen Namen Frachtverträge mit Exporteuren oder Importeuren abschließen und deren Ladung auf Reedereien oder Partikuliere verteilen.

In der Binnenschifffahrt bestehen verschiedene Tarife als Frachtkonventionen in Bezug auf bestimmte Produktgruppen, z. B. die Rheinschifffahrtskonvention als Beförderungstarif für Getreide, Ölsaaten und Futtermittel oder die Schweizer Rheinschifffahrtskonvention, die für Gütertransporte von der bzw. in die Schweiz gilt.

Es gibt einen börsenmäßigen Frachtenmarkt an der jeweiligen Schifferbörse, z. B. in Duisburg und Rotterdam, an der sich Angebot und Nachfrage nach Fahrten gegenüberstehen. An der Börse sind z. B. Reeder, Spediteure und Partikulierschiffer zugelassen.

Seit Beginn des EU-Binnenmarktes ist ein verstärkter Wettbewerb auf den Flüssen festzustellen. Die Zahl der Transporteure aus anderen EU-Ländern ist erheblich angestiegen.

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