Beschaffungsplanungsinstrumente

Beschaffungsplanungsinstrumente sind Beschaffungscontrollinginstrumente, die zur Beschaffungsplanung herangezogen werden. Hierzu gehören insb. Prognoseinstrumente der Bedarfsplanung und Entscheidungsinstrumente sowie Lösungsverfahren der Beschaffungsprogrammplanung, der Beschaffungsbudgetierung und der Lieferantenpolitik. Besonderes Gewicht haben dabei die Verfahren der Bedarfsermittlung, der ABC-Analyse, der Bestellmengenplanung und der Lagerhaltungspolitik.
Ein umfassendes Instrument, das ursprünglich zur Senkung der Materialkosten geschaffen wurde, stellt die Wertanalyse dar. Sie wird heute auch in anderen Bereichen der Unternehmung angewandt. In Bezug auf die Beschaffung besteht ihre Zwecksetzung in der Überprüfung der Einsatzgüter und der Bereitstellungsarten. Man will jene Material-, Anlagen- und Dienstleistungsarten sowie ihre zugehörigen Qualitätsanforderungen und Formen der Bereitstellung finden, die zu einem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis führen.

Hierzu werden entsprechend dem Arbeitsplan nach DIN 69910 die Funktionen der untersuchten Objekte ihren jeweiligen Kosten gegenübergestellt. Es wird untersucht, welche Haupt- und Nebenfunktionen unbedingt erforderlich sind und mit welchen Einsatzgütern sie sich erreichen lassen. Für die Beschaffung prüft man vor allem, ob dieselbe Funktion mit kostengünstigeren Materialien erfüllt werden kann und ob sich durch die Wahl anderer Lieferanten oder Beschaffungswege Kosten senken lassen.

Ähnliche Zielsetzungen werden mit Kostensenkungs- und Typenvielfaltanalysen verfolgt. Bei Ersteren betrachtet man die Kostenseite und versucht, z.B. durch Verwendung anderer Materialien, Lieferanten, Bereitstellungsformen usw., die Kosten zu verringern. Dagegen prüft man in der Typenvielfaltanalyse, inwieweit eine Verringerung des Beschaffungsprogramms möglich ist und eine Senkung der Beschaffungskosten be
wirken kann.

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