Skaleneffekte

Auch bekannt als: Gesetz der Massenproduktion, economies of scale

Als ein Skaleneffekt ( engl. economies of scale) wird in der Produktionstheorie das Verhältnis der Produktionsmenge zur Menge der genutzten Produktionsfaktoren bestimmt. Der auch als „Größenvorteil“ oder „Größenkostenersparnis“ bekannte Skaleneffekt beschreibt den Umstand, wenn mit einer Intensivierung der Produktionsfaktoren auch die Produktionsmenge steigt.




Idealerweise sinken die Produktions- und Selbstkosten bei steigender Produktionsmenge. Abhängig vom Verhältnis zwischen Input und Output wird von drei Arten von Skaleneffekten gesprochen: konstant, negativ und positiv.

Arten von Skaleneffekten

Konstanter Skaleneffekt – Ein konstanter Skaleneffekt findet statt, wenn sich die Zahl an produzierten Gütern gleichbleibend zur Zahl an genutzten Produktionsfaktoren entwickelt. Die Skalenelastizität ist gleich 1. In der Praxis kommt ein solcher Effekt selten vor.

Negativer Skaleneffekt – Ein negativer Skaleneffekt liegt bei einer Skalenelastizität unter 1 vor. Trotz höherem Input steigt die Produktionsmenge nicht an.

Als ein Beispiel für eine negative Skalenentwicklung wird in der Literatur oft auf die Landwirtschaft verwiesen: Trotz höherem Einsatz an Produktionsmittel (u. a. Düngemittel) kann der Ertrag aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht proportional gesteigert werden.

Positiver Skaleneffekt – Im Gegensatz zum negativen Skaleneffekt spricht man von einem positivem Skaleneffekt, wenn die Produktionsmenge stärker ansteigt als die eingesetzten Produktionsfaktoren – die Skalenelastizität also über 1 liegt.

In der Praxis wird unter Skaleneffekten zumeist ein positiver Effekt verstanden – die Produktionsmengen steigt stärker als die Erhöhung der eingebrachten Faktoren.

Ursachen / Gründe von Skaleneffekten




Eine Ursache für eine positive Skalenentwicklung ist unter anderem, wenn die Produktionskosten aufgrund von Einsparungen (zum Beispiel bei der Massenproduktion) sinken.

Gründe für geringere Produktionskosten sind unter anderem abnehmende Durchschnittskosten, Arbeitsteilung, Normierung, Rationalisierung, Lernkurveneffekte oder Konsolidierung von Betriebsstandorten. Weitere Gründe für positive Skaleneffekte sind Effizienzgewinne, Marketingvorteile, Einkaufsmacht und Fixkostendegression.

Ein klassisches Beispiel für einen positiven Skaleneffekt ist die Spezialisierung durch Automatisierung in der Autoindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Durch die Einführung der Fließbandproduktion sind die Produktionskosten massiv gesunken und parallel die Produktionszahlen gestiegen. Im Verhältnis der Produktionsmenge zur Menge der genutzten Produktionsfaktoren ist die Skalenelastizität über 1.

Zusammenfassung

  • Zusammenhang zwischen Produktionsmenge (= Output) und den eingesetzten Produktionsfaktoren (= Input)
  • mit einer Intensivierung der Produktionsfaktoren auch die Produktionsmenge steigern
  • kann negatives, konstantes oder positives Verhältnis (= Skalenelastizität) aufweisen
  • in der Praxis oft als positiver Skaleneffekt verwendet
  • wichtig für Wachstumsziele eines Unternehmens (z.B. Kosten- oder Preisführerschaft)
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