Preisbildung auf den Märkten

Im idealen Fall ist die Preisbildung das Ergebnis des Zusammentreffens von Nachfrage und Angebot, bei welchen sich die Gleichgewichtsmenge sowie der Gleichgewichtspreis bilden. Die Preisbildung ist von der Marktform abhängig.




Es wird zwischen der Preisbildung auf einem vollkommenen Markt und zwischen der Preisbildung auf einem unvollkommenen Markt unterschieden. In der heutigen Volkswirtschaft existieren drei Marktformen: Monopol, Oligopol und Polypol.

Preisbildung im Monopol

Bei der Preisbildung im Monopol kann ein alleiniger Monopolist den Preis für sein angebotenes Gut bestimmen. Es kann aber passieren, dass der Monopolist zu gierig wird. In diesem Fall übersteigt der Preis den Cournotschen Punkt, welcher den Schnittpunkt von den Grenzkosten und dem Grenzerlös bezeichnet.

Die Nachfrager verzichten dann eventuell auf dieses Gut oder sie greifen zu einem anderen Gut. Generell ist eine Monopolstellung nicht erwünscht in der Volkswirtschaft, da ein Monopolist meistens keine Konkurrenz hat. Somit fehlt natürlich der Ansporn Kosten einzusparen und der Wettbewerb ist gestört.

Preisbildung im Oligopol

Bei der Marktform Oligopol existieren wenige Anbieter, dafür aber sehr viele Nachfrager. Im Gegensatz zum Monopol gibt es mehrere Mitstreiter und dadurch gibt es verschiedene Strategien zur Preisbildung.




Zum Beispiel kann es zu einer Preissenkung kommen. Wenn ein Anbieter seinen Preis senkt, dann wird der andere Anbieter nachziehen (siehe Wettbewerbsorientierte Preispolitik). Für die Nachfrager hat das den positiven Effekt, dass sie zu einem günstigen Preis kaufen können.

Es besteht aber die Gefahr, dass die Anbieter in einen finanziellen Engpass geraten und im schlechtesten Fall entwickelt sich das Oligopol auf Dauer zu einem Monopol.

Eine andere Strategie sind Preisabsprachen unter den Anbietern (siehe Kartell). Manches Unternehmen kann nur überleben, wenn es eine bestimmte Größe erreicht. Dann kann die Konkurrenz durch ein aggressives Verhalten aus dem Mart gedrängt werden, worauf diese mit einer Senkung des Preises reagiere müssen. Sie sprechen sich ab und erhöhen dann den Preis für ein Gut gemeinsam. Für den Verbraucher ist diese Strategie negativ und außerdem ist sie verboten.

Preisbildung um Polypol

In den meisten Volkswirtschaften trifft die Marktform des Polypols auf. Hier wird der Preis durch die ständig andauernde Wechselwirkung zwischen Nachfrage und Angebot gebildet.

Der beste Fall tritt ein, wenn sich der Preis beim Gleichgewichtspreis einfindet. Dabei wird zusätzlich zwischen der unvollkommenen sowie der vollkommenen Konkurrenz unterschieden. Für die Anbieter ist es dabei schwierig bis beinahe unmöglich den Preis zu beeinflussen, da er vom Markt bestimmt wird.

Im Normalfall ist die Marktform Polypol für den Verbraucher sehr positiv.

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