Mengenplanung – Ziele und Faktoren

Ziel der Mengenplanung ist es, die Lieferfähigkeit des Betriebes zu sichern und andererseits dafür zu sorgen, dass die angelegten Lagervorräte möglichst niedrig sind, um keine hohen Kosten zu verursachen.

Faktoren wie Preise, Lieferungs- und Zahlungsbedingungen, Transportkosten, Lagerhaltungskosten und Kosten der Beschaffung spielen deshalb bei der Mengendisposition eine wesentliche Rolle.

Der mengenmäßige Bedarf, den der Einkauf bestellen muß, ergibt sich betriebsindividuell zunächst aus:

  • Kundenaufträgen, z. B. in der Maschinenindustrie oder im Handwerk
  • Lageraufträgen, z. B. in der Konsumgüterindustrie oder im Handel

Bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen ist die Materialdisposition ein zweitrangiges Problem, weil die Bestellung immer dann ausgelöst wird, wenn der Kundenauftrag bearbeitet wird.



Schwieriger ist die Situation bei Lageraufträgen, wenn der Betrieb Güter oder Dienstleistungen für einen Markt bereitstellt, der eine ständige Lieferbereitschaft erfordert (z. B. Einzelhandel, Herstellung von Massengütern). Die Ermittlung der Bedarfsmenge für eine Planperiode richtet sich dann:

  • nach den Daten der Vergangenheit (z. B. Absatzetatistik)
  • nach zukünftigen Entwicklungen, die diesen Absatz wesentlich beeinflussen können (z. B. Konjunkturentwicklung, Modetrends)
  • nach dem Einsatz des absatzpolitischen Instrumentariums (z. B. geplante Werbemaßnahmen oder Preisveränderungen)
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