Lieferbereitschaftsgrad

Der Lieferbereitschaftsgrad ist ein Maß für die Verfügbarkeit von Gütern. Er trägt dem Problem Rechnung, dass der Umfang des Bedarfes an Gütern ihrer Verfügbarkeit nach vielfach nicht sicher vorherbestimmt werden kann. Dadurch wird es notwendig, einen Sicherheitsbestand zu halten, um die Bedarfsanforderungen decken zu können.

Ein Sicherheitsbestand, der diese zu 100 % erfüllen würde, ist unwirtschaftlich, weil der durchschnittliche Lagerbestand und die Lagerhaltungskosten stark anwachsen würde. Deshalb legt man einen bestimmten Lieferbereitschaftsgrad fest, der angibt, welche Anteile an Bedarfsanforderungen das Lager auszuführen imstande sein soll. Er wird auch Service-Grad genannt.

Der Lieferbereitschaftsgrad wird als Prozentsatz der Bedarfsanforderungen ermittelt, die in der Planperiode durch den Lagervorrat gedeckt werden:

Vielfach wird ein Lieferbereitschaftsgrad von 90 % bis 95 % als ausreichend angesehen. Ein höherer Lieferbereitschaftsgrad sollte vermieden werden, da er die Lagerhaltungskosten im Unternehmen überproportional steigen lässt. Im Beispiel liegt er bei etwa 60 %.

Der Lieferbereitschaftsgrad beeinflusst die Materialbestandsstrategien.



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