Interim-Management

Auch bekannt als: Übergangsmanagement

Ein Interim-Management ist eine zeitlich befristete Art des betriebswirtschaftlichen Managements. Die sogenannten Interim-Manager übernehmen dabei Führungspositionen in einem Unternehmen und verlassen dieses sobald das Problem gelöst und eine stabile neue Unternehmens- oder Bereichsführung etabliert ist.




Gründe für ein Interim-Management

  • Ausfall eines Managers / einer Führungsposition
  • auftreten einer Krise oder eine Neuausrichtung
  • Tätigkeiten für die eigenes Management-Personal nicht vorhanden oder geeignet ist

Die Tätigkeitsbereiche des Interim-Managers sind breit angelegt. Kennzeichnend ist, dass sie – im Gegensatz zu Unternehmensberatern – wesentlicher interner Bestandteil des Teams ihres Kunden werden und Führungsverantwortung übernehmen.

Es handelt sich zum größten Teil um erfahrene Manager mit einem Alter ab 40 Jahren und Berufserfahrung in mehreren Firmen und Management-Positionen.

Voraussetzungen eines Interim-Managers



  • einschlägige Erfahrungen und ein großes Business-Netzwerk
  • hohes Maß an Sozialkompetenz um sich in wechselnden Umgebungen integrieren zu können

Tätigkeiten eines Interim-Managers

Interim-Management wird häufig mit Krisenmanagement oder Sanierung gleichgesetzt. Mit Umstrukturierungen oder Sanierung von Unternehmensteilen wurden und werden gerne externe Mitarbeiter beauftragt.

Mittlerweile werden Interim-Manager verstärkt in Projekten eingesetzt, bei denen es etwa durch die Einführung von IT-Systemen oder neuer Vertriebswege zu strukturellen Änderungen in der Organisation kommt.

Weitere Einsatzgebiete sind die Überbrückung von Vakanzen oder die Unternehmensübergabe. Die Einsatzdauer liegt meistens zwischen 7 und 16 Monaten.

Entstehen und Entwicklung

Das Konzept der zeitlich befristeten Führung von Unternehmen oder Teilbereichen entstand in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in den Niederlanden und verbreitete sich auch in Großbritannien.

Hintergrund war zu der Zeit ein unflexibler Arbeitsmarkt mit langen Kündigungsfristen und damit verbundenen hohen Kosten. In Deutschland gibt es den Trend zum befristeten Einsatz von Führungspersonal seit den 1980er Jahren. Nach Zahlen des DDIM (Dachverband Deutsches Interim Management e.V.) gab es in Deutschland Ende 2013 etwa 6.200 Manager auf Zeit.

Daneben gibt es eine wachsende Anzahl von Vermittlern, die – nach eigenen Angaben – über einen Pool von Führungskräften auf Zeit verfügen. Interim Management ist ein Wachstumsmarkt mit prognostizierten Steigerungsraten von 15 – 20 Prozent jährlich.

Vorteile und Nachteile

Nachteile

  • fehlende Kenntnisse über die internen Strukturen und fehlende Akzeptanz im Führungsteam
  • zur Verfügung stehende Zeit für die Integration in ein Unternehmen ist häufig sehr kurz

Vorteile

  • Interim-Manager stehen meistens kurzfristig zur Verfügung
  • verfügen über die notwendige Erfahrung und Kompetenz definierte Ziele innerhalb der vereinbarten Zeit zu erreichen
  • verfügen über ein großes Business-Netzwerk
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