Bretton-Woods-System

Das Bretton-Woods-System ist ein System mit festen Wechselkursen zwischen der Leitwährung US-Dollar und den Währungen der teilnehmenden Länder, dass am 22.7.1944 in Bretton Woods (USA) abgeschlossen wurde und im Jahr 1946 in Kraft trat. Daran beteiligt waren insgesamt 44 Staaten.

Feste Wechselkurse haben den Vorteil, dass sie Kalkulationssicherheit und Vergleichbarkeit bieten. Ziel war der reibungslose und von Handelsbarrieren befreite weltweite Handel. Der US-Dollar galt als Leitwährung. Der Wechselkurs betrug 35 USD pro 30 Gramm Gold. Seitens der US-Zentralbank bestand die Verpflichtung, USD in Gold einzulösen. Gegenüber dem US-Dollar vereinbarten die anderen Mitglieder des Systems starre Wechselkurse.

Für mögliche Interventionen, falls das Bretton-Woods-System in eine Schieflage kommen sollte, wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) gegründet. Gleichzeitig wurde auch die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank) gegründet, die heute Kredite für Entwicklungsländer bereitstellt. Im Jahr 1973, nachdem die USA 1971 ihre Goldeinlösungsverpflichtung aufgehoben haben, brach das System zusammen. Der durch das Bretton-Woods-System gegründete Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank sind bis heute erhalten geblieben.



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