Adverse Selektion




Adverse Selektion (zu deutsch „negative Risikoauslese“) bezeichnet einen Zustand, bei dem es auf einem Markt systematisch zu unerwünschten Ergebnissen kommt, weil der Käufer nur über unzureichende Informationen verfügt. Wissen die Nachfrager wenig über die Qualität eines Produktes, werden sie ihre Erwartungund Zahlungsbereitschaft an der Durchschnittsqualität des entsprechenden Produktes ausrichten.

Die Anbieter werden Produkte mit höherer Qualität vom Markt nehmen, weil die Käufer nur bereit sind, Preise für Durchschnittsqualität zu zahlen. Als Folge sinkt die Durchschnittsqualität aller am Markt angebotenen Produkte. Die Käufer überprüfen wiederum ihre Qualitätseinschätzung und zahlen dann noch weniger für das Produkt. Weil jetzt Produkte mittlerer Qualität keine Käufer mehr finden, werden diese vom Markt genommen und die Durchschnittsqualität sinkt weiter. Am Ende dieses Prozesses werden nur noch Produkte mit einer sehr schlechten Qualität angeboten. Das erste Modell hierzu wurde im Jahr 1970 von George A. Akerlof hergeleitet.


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