Pour-out-get-back procedure

Der Steuergesetzgeber nahm im alten Körperschaftsteuersystem unmittelbar Einfluss auf die Selbstfinanzierungsentscheidung von Kapitalgesellschaften, indem er auf die einbehaltenen Gewinne 40 % Körperschaftsteuer erhebt, während die ausgeschütteten Gewinne als Folge des Anrechnungssystems mit 30 % belastet wurden (Crediting procedure).
Diese unterschiedliche steuerliche Behandlung ausgeschütteter und zurückbehaltener Gewinne konnte zu Selbstfinanzierungszwecken (Internal financing im Steuerrecht) genutzt werden. Dafür musste der individuelle Einkommensteuersatz der Anteilseigner unter dem Steuersatz für ausgeschüttete Gewinne einer Kapitalgesellschaft (30 %) liegen. Die Gewinne wurden dann ausgeschüttet, nach ihrer Versteuerung jedoch sofort wieder im Wege einer Kapitalerhöhung oder gegen Ausgabe neuer Gesellschaftsanteile in die Gesellschaft eingebracht.

The pour-out-get-back procedure was also used when the shareholders were not natural persons but companies. In this case, the dividend was paid out together with the credit balance of the corporation tax already paid on the distribution by the corporation. The amount was then immediately returned to the distributing company as a reserve or a shareholder loan.

With the pour-out-get-back procedure, the storage of profits at the lower tax rate of the shareholders was allowed. The pour-out-get-back procedure resulted in transformation and tax administration costs. However, once the half-income system was introduced, it is largely meaningless.

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