Studieren ohne Abitur in Deutschland

Deutschlandweit ist der Anteil von Studierenden ohne Abitur stetig steigend. 50.000 so genannte Studierende mit beruflicher Qualifikation bereichern mittlerweile den studentischen Alltag an Universitäten und Fachhochschulen. Die im Berufsleben gesammelten praktischen Erfahrungen helfen nicht nur diesen Studierenden selbst, sondern auch ihren Kommilitonen. Im Gegenzug profitieren auch die Betriebe der Studierenden von frischem Input und Wissen.




Voraussetzung für ein Studium ohne Abitur ist eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung samt dreijähriger praktischer Berufserfahrung. Damit stehen dem angehenden Studenten so gut wie alle Studienrichtungen offen, lediglich für Veterinärmedizin und Pharmazie ist ein etwas aufwendigeres Aufnahmeverfahren nötig. Acht Prozent der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen stehen dieser Gruppe von Studierenden zur Verfügung.


Die beliebtesten Fächer sind derzeit Betriebswirtschaft, Jura aber auch Grundschulpädagogik. Großes Interesse von bereits im Berufsleben stehenden Personen ist auch bei technischen Studienrichtungen zu bemerken. Mit der Novellierung des Hochschulzuganges können Personen, denen in früherer Zeit der Studienzugang wegen des fehlenden Abiturs verwehrt war, ein Studium absolvieren. Die Gründe sind verschieden, so können etwa fehlendes Interesse oder Zwang aus dem Elternhaus eine Lehre zu absolvieren den Weg zum Abitur verbaut haben. In den Bildungsanstalten ist man froh über Studierende mit unterschiedlichem Bildungshintergrund, den sie bereichern den Alltag ebenso wie Studierende aus dem Ausland.

War der Ratgeber zu "Studieren ohne Abitur in Deutschland" hilfreich? Jetzt bewerten:
(5,00 Punkte aus bisher 1 Bewertungen)
Loading...

Weitere Ratgeber zu Arbeit und Job