Förderung der Arbeitsaufnahme (FdA)

Für wen gedacht? Es handelt sich bei diesen Beihilfen um Kann-Leistungen des Arbeitsamtes, die auch davon abhängen, ob noch Gelder im Förderungstopf sind.

Voraussetzungen: Gewährt werden diese Leistungen nur den Arbeitslosen, die die Mittel nicht selber aufbringen können (Bedürftigkeit).




Besonderheiten: Da es sich hierbei um eine Vielzahl verschiedener Zuschüsse handelt sind die Einzelheiten getrennt aufgelistet.

Bewerbungskosten: Innerhalb eines halben Jahres dürfen nur 200 Mark zusammen kommen, die mit Quittungen (bekommen Sie sogar bei der Post, wenn Sie Briefmarken zum Unterlagenversand kaufen) nachgewiesen werden müssen. Nicht nur Arbeitslose, sondern auch Berufsanwärter, die beim Arbeitsamt registriert sind, haben einen Anspruch auf diese Leistung.

Reisekosten: Hier werden nur die berücksichtigt, die das Arbeitsamt für nötig hält. Das können Fahrt, Verpflegung und Übernachtung anläßlich folgender Gelegenheiten sein:

· eine Arbeitsberatung, psychologische oder ärztliche Untersuchungen,

· eine persönliche Vorstellung bei einem Arbeitgeber,

· die Anreise zur Aufnahme einer auswärtigen Arbeit oder zum Antritt eines Ausbildungsverhältnisses,

· die erforderliche Begleitung durch eine zusätzliche Person. Die erstattungsfähigen Fahrtkosten sind immer die niedrigsten Tarife der zweckmäßigsten Verkehrsmittel unter Berücksichtigung möglicher Ermäßigungen. Alternativ gibt es bei Benutzung des eigenen Fahrzeugs ein festgesetztes Kilometergeld.
Verpflegung und Übernachtung werden mit einer Pauschale abgegolten.


Arbeitsausrüstung: Hierfür gibt es nur Geld, wenn die Ausrüstung im jeweiligen Beruf üblicherweise vom Arbeitnehmer getragen werden muss. Das bedeutet einen Zuschuss für Arbeitskleidung bis zu 300 Mark, für Arbeitsgerät bis zu 500 Mark.

Überbrückungsbeihilfe: Sie wird nur in besonderen Härtefällen gewährt, um bei Beginn einer auswärtigen Arbeit den Arbeitnehmer und seine Familie bis zur ersten Lohnzahlung über Wasser zu halten. Berûfsanwärter haben darauf nur Anspruch, wenn z.B. durch einen Job in einer anderen Stadt ihr Unterhalt in bisheriger Weise nicht mehr gedeckt ist. Höchstens werden einmalig 1000 DM bewilligt.

Fahrkostenbeihilfe: Maximal 50 % der günstigsten Fahrkarte für den täglichen Hin- und Rückweg zur Arbeit. Oder 50 der Kilometerpauschale, wenn es sich um ein nicht-öffentliches Verkehrsmittel handelt.

Anschaffungskosten für ein Auto/Fahrrad: Wenn die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zwischen Arbeits- und Wohnort nicht möglich oder unzumutbar ist, kann das Arbeitsamt sogar Beihilfe bis zu einer Höhe von 4000 Mark gewähren, um ein Auto anzuschaffen (wenn zumutbar, würde man Ihnen aber nur Unterstützung für ein Fahrrad gewähren). Sie müssen allerdings nachweisen, dass die Finanzierung des Fahrzeugs insgesamt auf sicheren Füßen steht.

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