Working Capital

Das Working Capital ist die Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Es wird im Rahmen der langfristig ausgerichteten statischen Liquiditätsanalyse ermittelt. Das Working Capital entspricht weitgehend der Liquidität 3. Grades, die auf der ebankers rule aufbaut, einer Forderung amerikanischer Banken, nach der das Umlaufvermögen mindestens doppelt so groß sein soll wie das kurzfristige Fremdkapital. Es gilt:

Bei positivem Working Capital übersteigt das Umlaufvermögen das kurzfristige Fremdkapital (im Beispiel um 50 Einheiten). Je höher das Working Capital ist, desto positiver ist die Liquiditätslage einzuschätzen.

Bei negativem Working Capital übersteigt das kurzfristige Fremdkapital das Umlaufvermögen (im Beispiel sind das 70 Einheiten).

Das Unternehmen hat kurzfristig fällige Mittel langfristig angelegt und riskiert eine vorübergehende Illiquidität. Obwohl bei deutschen Unternehmen das Umlaufvermögen nur selten doppelt so groß ist wie die kurzfristigen Verbindlichkeiten, muss deren Liquidität deshalb nicht gefährdet sein.



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