Teilkostenrechnungssystem

Teilkostenrechnungssysteme rechnen den Kostenträgern nicht alle Kosten zu, sondern grundsätzlich nur die Einzelkosten als variable Kosten und die variablen Teile der Gemeinkosten als Kosten. Sie unterscheiden sich darin von den Vollkostenrechnungssystemen. Teilkostenrechnungen können auf Istkosten, Normalkosten oder Plankosten aufgebaut sein. Zu unterscheiden sind:

Ein weiteres Teilkostenrechnungssystem, das allerdings geringere Bedeutung hat, ist die Deckungsbeitragsrechnung mit relativen Einzelkosten von Riebel. Er bildet eine Bezugsgrößenhierarchie für die Leistungserstellungs- und Leistungsverwertungsseite, wodurch es möglich wird, alle Kosten als Einzelkosten zu erfassen. Dabei unterscheidet er:

  • Einzelkosten und Gemeinkosten, relativ für jede Bezugsgröße
  • Beschäftigungsfixe und beschäftigungsvariable Kosten
  • Ausgabenwirksame und nichtausgabenwirksame Kosten
  • Kosteneinflussgrößen als Verkaufspreise, Transportentfernungen, Auftragsgröße, Faktorpreise, Betriebsgröße

Die Teilkostenrechnungssysteme dienen — im Vergleich zu den Vollkostensystemen—insbesondere der Verbesserung der Erfolgsplanung und Erfolgsanalyse, den absatzpolitischen Entscheidungen und der Kostenkontrolle.



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