Taktische Planung

Die taktische Planung wird aus der strategischen Planung abgeleitet. Sie umfasst einen Zeitrahmen von einem Jahr bis zu vier oder fünf Jahren. Damit bildet sie das Bindeglied zwischen strategischer und operativer Planung. Die Begriffe taktisch und operative werden in der Literatur nicht einheitlich verwendet.

Mit der taktischen Planung ist die mittlere Führungsebene des Unternehmens befasst. Es liegt ihr nur teilweise eine zentrale Planungsautorität zu Grunde. Dezentrale Einflüsse sind meist stärker. Die Flexibilität der taktischen Planung ist kleiner als bei der strategischen Planung, aber größer als bei der operativen Planung. Folgende Pläne sind von taktischer Bedeutung:

Leistungswirtschaftliche Pläne
Absatzplan
– Fertigungsplan
– Personalplan
– Materialplan

Finanzwirtschaftliche Pläne
– Einnahmenplan
– Ausgabenplan
– Finanzplan

Erfolgswirtschaftliche Pläne
– Ertragsplan
– Kostenplan
– Erfolgsplan

Üblicherweise wird bei der taktischen Planung vom Absatzplan ausgegangen, der zeigt, wieviel Produkte am Absatzmarkt in den nächsten Jahren voraussichtlich abgesetzt werden können. Aus ihm werden dann sukzessive Fertigungs-, Material-, Finanz- und Erfolgspläne für mehrere Jahre abgeleitet und entsprechende taktische Budgets erstellt.

Diese Vorgehensweise ist aber nicht ohne weiteres möglich, wenn im Unternehmen Engpässe vorhanden sind, die es verhindern, die Möglichkeiten des Absatzmarktes auszuschöpfen. Beispielsweise dann, wenn die Fertigungskapazität 2000 und 2001 nur bei 80 % der absetzbaren Produkte liegt. In diesem Falle ist der betreffende Engpass der Ausgangspunkt der taktischen Planung, sofern er nicht behoben werden kann oder soll.



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