Steuerbilanz

Die Steuerbilanz ist eine nach den steuerrechtlichen Vorschriften abzuleitende Handelsbilanz (§ 5 Abs. 1 EStG). In der Praxis wird dieser Grundsatz der Maßgeblichkeit vielfach umgekehrt, indem eine Bilanz erstellt wird, deren Anerkennung durch das Finanzamt zu erwarten ist. Die Steuerbilanz wird jährlich zum Zwecke der Veranlagung zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer erstellt. Rechtsgrundlagen sind Abgabenordnung (insb. §§ 140-148 AO), Handelsgesetzbuch (insb. §§ 238-256 HGB), Einkommensteuergesetz (insb. §§ 4-7 EStG), Körperschaftsteuergesetz (KStG) und Gewerbesteuergesetz (GewStG).




Arten der Steuerbilanzen

Ertragsteuerbilanzen, die jährlich für Zwecke der Veranlagung zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erstellt werden. Durch sie wird als Besteuerungsgrundlage von Unternehmen der Gewinn ermittelt, der sich im Rahmen steuerlicher Vorschriften ergibt.

Sonderbilanzen weisen Sonderbetriebsvermögen von Mituntemehmem aus, das nicht in der Steuerbilanz der Gesellschaft erscheinen kann, zusammen mit dem Gesamthandsvermögen aber das Betriebsvermögen der Personengesellschaft bildet, z. B. ein im Alleineigentum eines Gesellschafters stehendes Grundstück, das er der Gesellschaft zur betrieblichen Nutzung überlässt.

Ergänzungsbilanzen sind dann erforderlich, wenn eine Personengesellschaft gegründet wird, ein neuer Gesellschafter hinzutritt oder ein Gesellschafterwechsel erfolgt und der eintretende Gesellschafter mehr oder weniger aufwenden muss, als ihm an Kapital in der Gesellschafterbilanz gutgeschrieben wird.



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