Sekundärerhebung

Die Sekundärerhebung ist eine Erhebung der Marktforschung, bei der auf bereits vorhandenes Informationsmaterial zurückgegriffen wird, das gegebenenfalls für andere Zwecke erhoben wurde. Sie sollte am Anfang der Marktforschung stehen, da sie kostengünstig ist und mit geringem Zeitaufwand erfolgen kann. Eine nachfolgende Primärerhebung kann dadurch erleichtert werden, mitunter erübrigt sie sich sogar ganz.

Sekundäres Informationsmaterial kann innerhalb des Unternehmens zur Verfügung stehen, z. B. im Marketing oder im Rechnungswesen, oder es muss von außerhalb des Unternehmens beschafft werden. Dementsprechend lassen sich unterscheiden:

Internes Material
– Statistiken
– Außendienstberichte
– Reklamationen
– Kundenkarteien
– Interessentenkarteien
– Kalkulationen

Externes Material
– Staatliche Veröffentlichungen
– IHI-Veröffentlichungen
– Fachbücher
– Fachzeitschriften
– Jahrbücher
– Statistiken

Bei einem Informationsbedarf ist es zweckmäßig zunächst zu prüfen, ob er durch die Auswertung interner Quellen gedeckt werden kann, bevor auf extern zu beschaffendes Informationsmaterial zurückgegriffen wird. Bei der Verwendung von sekundärem Informationsmaterial ist zu beachten, dass die Informationen möglicherweise

– nicht (genau) der Problemstellung entsprechen
– vergangenheitsorientiert bzw. veraltet sind
– auch der Konkurrenz zur Verfügung stehen



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