Schlüsselqualifikation

Auch bekannt als: Überfachliche Qualifikation, Soft Skill

Der Begriff „Schlüsselqualifikation“ steht bezeichnend für mehrere überfachliche Qualifikationen, welche die allgemeine Handlungsfähigkeit eines Menschen kennzeichnen. Neben der so genannten Fachkompetenz, sind die Schlüsselqualifikationen im Bereich der Personalentwicklung ein zweiter, zentraler Bereich.




Definition / Erklärung

Kennzeichnend für Schlüsselqualifikationen ist nicht das fachspezifische Wissen. Schlüsselqualifikationen ermöglichen vielmehr einen kompetenten Umgang mit Fachwissen, basierend auf der Grundlage eines breiten Spektrums an übergreifenden Kompetenzen aus dem affektiven und kognitiven Bereich. Diese Fähigkeiten können in unterschiedlichen Funktionen und Situationen in flexibler und innovativer Form übertragen und eingesetzt werden.

Prinzipiell können und sollen Schlüsselqualifikationen das fachspezifische Wissen nicht ersetzen. Jedoch unterstützen Schlüsselqualifikationen wesentlich dabei, das sich teilweise schnell und stetig verändernde Fachwissen entsprechend zu erschließen. Schlüsselqualifikationen sind somit allgemein inhaltsneutral und finden eine Anwendung im zwischenmenschlichen Beziehungsalltag sowie in den Tätigkeiten des Berufslebens.

Gliederung in fünf Kompetenzbereiche



In einer groben Gliederung lassen sich Schlüsselqualifikationen in fünf so genannte Kompetenzbereiche eingruppieren:

Soziale Kompetenz – Hierbei beschreibt die soziale Kompetenz u.a. jene Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Menschen, sozial interagieren zu können sowie dessen Konflikt-, Team- und Kooperationsfähigkeit.

Selbstkompetenz – Die Selbstkompetenz als Persönlichkeitseigenschaft hingegen ist kennzeichnend für Einstellungen und Fähigkeiten, in denen die persönliche Haltung eines Individuums zur (Arbeits-)Welt zum Ausdruck kommt.

Medienkompetenz – Die Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation beschreibt die Kompetenz eines Menschen, sich in der heutigen Wissensgesellschaft als mündiges und reflektiertes Individuum einbringen zu können. Dies beinhaltet auch die Fähigkeit, Medien selbst gestalten zu können.

Methodenkompetenz – Daneben ist die Methodenkompetenz kennzeichnend für jene Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eine Aufgaben- und Problembewältigung auf der Grundlage von Auswahl, Planung und Umsetzung ermöglichen.

Handlungskompetenz – Die Handlungskompetenz, als fünfter Kompetenzbereich der Schlüsselqualifikationen, steht für ein situationsbezogen angemessene Verhaltensweise, eine selbstverantwortliche Kompetenz bei der Lösung von Problemen sowie die Fähigkeit, zuvor definierte Leistungen auch tatsächlich erbringen zu können.

Zusammenfassung

  • Schlüsselqualifikationen sind allgemein erwerbbare Fähigkeiten, Einstellungen und Elemente des Wissens
  • sind bei Problemlösung und dem Erwerb neuer Fähigkeiten von Nutzen
  • stellen eine Grundlage zur allgemeinen Handlungsfähigkeit dar
  • Schlüsselqualifikationen lassen sich in fünf Kompetenzbereiche eingruppieren
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