Kostenorientierte Preispolitik

Bei der kostenorientierten Preispolitik handelt es sich um die Erschaffung und Umsetzung einer besonderen Strategie innerhalb der Preisfestlegung. Die Preisuntergrenze ergibt sich aus den Daten des Rechnungswesens und der Buchhaltung.

Die kostenorientierte Preispolitik nutzt die Gesamtkosten eines produzierten Artikels oder einer hergestellten Leistung dafür, einen bestimmten Selbstkostenpreis zu berechnen.




Zusammensetzung des Verkaufspreises

Der Verkaufspreis enthält neben den reinen Material- und Sachkosten der Produktion auch die Personalkosten, einen Gemeinkostenaufschlag und auch einen Verrechnungswert für die Vertriebs- und Marketingkosten.

Auf diesen reinen Selbstkostenpreis wird ein Gewinnaufschlag vorgenommen, womit sich eine Art Mindestverkaufspreis oder virtuelle Preisuntergrenze ergibt. In einer rein kostenorientierten Preispolitik, die keine kurzfristigen „Unter-Selbstkostenpreis“-Verkäufe oder extreme Rabattaktionen kennt, wird diese virtuelle oder theoretische Preisuntergrenze niemals unterschritten werden.

Sie dient – neben einem leichten Gewinnaufschlag- allen voran zur Deckung der betrieblichen Koste und ist ein wesentlicher Baustein für das Weiterbestehen des Unternehmens.

Kostenorientierte Preispolitik als Vorschrift



Erstaunlicherweise gibt es sogar Märkte, auf denen die kostenorientierte Preispolitik nicht nur eine mögliche Kalkulation ist, sondern beinahe schon eine Vorschrift für die Preisfestlegung darstellt.

Im Bereich der klassischen Brief-Post ist die Beantragung der Portoerhöhung beim Aufsichtsamt an den Nachweis der Kosten- bzw. Produktivitätsentwicklung gekoppelt. Kostensteigerungen können sich dann nach der Genehmigung in einer Änderung des Verkaufspreises widerspiegeln. Dennoch unterliegt nicht die ganze Deutsche Post der kostenorientierten Preispolitik, da sie viele Artikel ftei kalkulieren kann.

Zusammenfassung

Die Kostenorientierte Preispolitik mit der Preisuntergrenze ist:

  • die Selbstkostenkalkulation modifiziert durch einen Gewinnaufschlag
  • der Versuch die langfristigen Kosten des Unternehmens zu decken
  • Orientierung an den Preisen und der Preisentwicklung der Input-Faktoren
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