Kernkompetenzen

Eine Kernkompetenz ist eine dauerhafte Fähigkeit einer Unternehmung, im Markt ihrer Leistungsverwertung Vorteile zu erlangen. Kernkompetenzen beruhen auf besonderen Ressourcen, Technologien, Fähigkeiten, über die andere Unternehmen nicht oder nicht in dieser Form oder Kombination verfügen. Die Bedeutung von Kernkompetenzen hat zu der Lehre geführt, eine Unternehmung solle ihre Kernkompetenzen erkennen, sich auf sie konzentrieren und sie pflegen.




Nach PRAHALAD und HAMEL gibt es drei Kriterien zum Erkennen von Kernkompetenzen:

– Kernkompetenzen ermöglichen den Zugang zu den Märkten für den Verkauf von Leistungen oder den Bezug von Faktoren.

– Kernkompetenzen leisten einen wichtigen Beitrag zum Nutzen, der vom Kunden bei Produkten und Leistungen wahrgenommen wird.

– Die Kernkompetenzen können von Wettbewerbern schwer nachgeahmt werden.

Hinzu kommen die wünschenswerten Eigenschaften, daß die Kernkompetenzen erkannt, definiert und übertragen werden können. Nicht alle diese Punkte sind immer gegeben.

KROGER und HOMP haben deshalb Stufen der Kompetenz unterschieden und sie haben ihr Schema in einer Kompetenzzwiebel dargestellt. Zwei wesentliche Schalen der Zwiebel heben die Eigenschaft der Dauerhaftigkeit und der Transferierbarkeit der Kernkompetenz hervor. Kernkompetenz ist somit die dauerhafte und transferierbare Ursache für den Wettbewerbsvorteil einer Unternehmung. Zudem unterscheiden KROGER und HOMP Basiskompetenz und Metakompetenz.




Basiskompetenz bedeutet die Fähigkeit zur effizienten und effektiven Beherrschung der Geschäftsprozesse. Metakompetenz bedeutet, daß die Entwicklungsprozesse beherrscht werden, die eine Weiterentwicklung der bestehenden Geschäfte an das sich ändernde Umfeld sowie die Entwicklung neuer Geschäfte erlauben.
Verschiedene Instrumente dienen der Identifikation von Kernkompetenzen. Beispielsweise haben PRAHALAD und HAMEL einen Kernkompetenzbaum vorgeschlagen.

Der Stamm und die dicken Äste sind die Kernprodukte. Als Kernprodukte bezeichnet man das Verbindungsstück zwischen Kernkompetenzen und Endprodukten, die Realisierung(en) einer oder mehrerer Kernkompetenz(en). Dünnere Zweige sind die Geschäftseinheiten der jeweiligen Unternehmung und die Blätter und Früchte des metaphorischen Baums stellen die Endprodukte dar. Die Basis, die Wurzeln, die den Baum nähren und ihn stabil machen sind die Kernkompetenzen.

Das Konzept, die Unternehmung an Kernkompetenzen auszurichten, verlangt Konzentration auf Wettbewerbsvorteile und ermöglicht so eine Steigerung des Unternehmenswertes.



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