Investitionsfunktion

Der Begriff Investitionsfunktion erklärt die Abhängigkeit der Investitionen von verschiedenen Einflussfaktoren, darunter vom Zinsniveau. Der Zusammenhang ist deshalb von besonderem Interesse, weil die Zentralbank die Höhe der Zinsen und damit die Kapitalkosten von Investitionen direkt beeinflussen kann. Denn diese werden überwiegend über Kredite finanziert.

In der Regel wird davon ausgegangen, dass die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote bei steigenden Zinsen abnimmt und bei sinkenden Zinsen ansteigt. Neben der Zinshöhe bestimmen vor allem Gewinnerwartungen, Unternehmenssteuern und das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft über die Frage, ob investiert wird und ob Investitionen aufgeschoben oder abgelehnt werden.

Auch die Veränderungen des Volkseinkommens beeinflussen die Investitionsquote einer Volkswirtschaft. Mit ihr steigt oder fällt die Gesamtnachfrage und damit die Gesamtproduktion. Um die Mehrnachfrage zu befriedigen, werden viele Unternehmen zusätzlich investieren. Sinkt dagegen die Gesamtnachfrage, wird die Investitionstätigkeit nachlassen.

Dieser Zusammenhang hat in der Wirtschaftstheorie zu einer wichtigen makroökonomischen Größe, dem Akzelerator geführt.



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