Interne Bilanzanalyse

Die interne Bilanzanalyse wird innerhalb eines Unternehmens erstellt und dient zur Information der Unternehmensleitung. Ihr Ziel ist es, ein realistisches Bild von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu vermitteln.




Um dies wirksam zu erreichen, ist es vielfach zweckmäßig, die zu Grunde liegende Bilanz

• nicht aufgrund von handels- und/oder steuerrechtlichen Vorschriften • sondern unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erstellen.

Ansonsten bezieht sich die interne Bilanzanalyse meistens auf die Steuerbilanz, während die externe Bilanzanalyse sich an der Handelsbilanz orientiert.

Die interne Bilanzanalyse wird von Mitarbeitern oder von Beratern des Unternehmens, z. B. Unternehmensberatern, Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern, durchgeführt. Ihr Vorteil ist, dass ihnen nicht nur die im Jahresabschluss publizierten Daten zur Verfügung stehen, sondern auch das gesamte im Unternehmen vorhandene Zahlenmaterial, insbesondere aus dem Rechnungswesen. Damit wird für den Unterschied zwischen interner und externer Bilanzanalyse weniger der Standort des Analytikers bedeutsam, sondern das für ihn verfügbare Material.

Da bei der internen Bilanzanalyse außer der Bilanz einschließlich GuV-Rechnung und — soweit vorhanden — dem Lagebericht auch andere Daten eines Unternehmens verarbeitet werden, kann anstelle von der internen Bilanzanalyse auch von einer Betriebsanalyse gesprochen werden.

In der Praxis hat die interne Bilanzanalyse große Bedeutung, weil sie positive bzw. negative Entwicklungen gegebenenfalls frühzeitig aufzudecken hilft und damit der Steuerung des Unternehmens dient.



War die Erklärung zu "Interne Bilanzanalyse" hilfreich? Jetzt bewerten:
Loading...

Weitere Erklärungen zu Anfangsbuchstabe I