Informationsweg

Der Informationsweg ist eine festgelegte Beziehung zwischen mindestens zwei Stellen eines Unternehmens. Er wird auch Kommunikationsweg und Verbindungsweg genannt. Die Gesamtheit aller Stellen und Informationswege bildet die Aufbauorganisation. Es gibt:




Längsinformationswege, die mit voller Weisungsbefugnis des Vorgesetzten verbunden sind. Sie sind z. B. innerhalb eines Bereiches als Weisungen gegeben, als Aufträge bzw. Anordnungen von oben nach unten und drücken Über- und Unterordnungsverhältnisse aus.

Querinformationswege, die keine Weisungsbefugnisse enthalten und nicht von einer Über-und Unterordnung ausgehen, sondern z. B. als reine Querkontakte auf gleicher Ebene vorkommen. Sie sind durch Information und Beratung geprägt, z. B. bei Stabsmitarbeitern.

Diagonalinformationswege, die mit begrenzten Weisungsbefugnissen verbunden sind. Es gibt sie entweder innerhalb eines Bereiches als Einzelanweisungen vom jeweiligen Fachmann oder sie verlaufen von einem Bereich in einen anderen betrieblichen Bereich.

Richtlinieninformationswege, die keine Weisungsbefugnis enthalten, es aber z. B. einem Organisationsleiter gestatten, mit Unterstützung der Unternehmensleitung Druck auf jene Fachabteilungen auszuüben, die sich nicht an die früher gemeinsam beschlossenen Richtlinien halten.

Aufwärtsinformationswege, die nicht mit Weisungen verbunden sind, sondern von Mitarbeitern zu Vorgesetzten von unten nach oben verlaufen, z. B. bei Mitarbeitergesprächen, Befragungsergebnissen, betrieblichem Vorschlagswesen.

Ohne Informationswege ist die betriebliche Führung nicht denkbar. Werden die Informationswege falsch beschritten, kann kein Erfolg eintreten.



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