IAS (International Accounting Standards Committee)

Die IAS sind die vom International Accounting Standards Committee (einer internationalen Vereinigung der Berufsorganisationen abschlußprüfender Berufe) publizierten Rechnungslegungsnormen, die sich an den Informationsbedürfnissen der Eigenkapitalgeber orientieren.

Unternehmensberichterstattung nach internationalen Rechnungslegungsstandards tritt bei vielen Unternehmen, die sich einer stärkeren Kapitalmarktorientierung verschreiben, neben die klassische Berichterstattung nach HGB oder FER. Neben den amerikanischen Standards (US-GAAP) sind hierbei vor allem die vom International Accounting Standards Committee publizierten International Accounting Standards zu nennen.

Ausgehend von der Annahme, daß für eine fortzuführende Geschäftstätigkeit (Going-Concern) eine periodengerechte Erfolgsermittlung (accrual basis) durchzuführen ist, sollen verschiedenen Interessierten, primär aber den Kapitalgebern, Daten präsentiert werden, die ein Bild der Geschäftstätigkeit vermitteln, welches dem Prinzip einer fair presentation entspricht. Die Konkretisierung erfolgt in Stufen, wobei zunächst im Rahmen eines allgemeinen Rahmens (Framework for the preparation and presentation of financial statements) qualitative Charakteristika (understandability, relevance, reliability) und einschränkende Nebenbedingungen formuliert worden sind. Diese Kriterien wurden in der Folge in 40 Standards umgesetzt.

Die Motive der Berichterstattung nach IAS sind die Erleichterung der Börsenzulassung an überregionalen Börsenplätzen, die vereinfachte Aufstellung von Konzernabschlüssen internationaler Tochtergesellschaften und die Schaffung einer gemeinsamen Sprache für das Reporting und Controlling internationaler Konzerne. Daneben ist der Konzernabschluß nach IAS frei von Verzerrungen, die sich auf die Ausschüttung oder die Steuern beziehen könnten. IAS eignet sich somit gut zur Kommunikation.

Empirische Studien zeigen, daß die Verwendung internationaler Rechnungslegungsstandards gegenüber der Publizität nach HGB einen positiven Effekt auf die Genauigkeit der Prognosen von Finanzanalysten aufweist.



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