Grenzkosten

Auch bekannt als: Marginalkosten, inkrementelle Kosten

Der Begriff Grenzkosten umfasst alle Kosten, die durch die Herstellung einer zusätzlichen Menge eines Produktes entstehen.

Definition / Erklärung

Wird eine Produktion gesteigert, verteilen sich die Fixkosten (z.B. Miete und Löhne) auf eine größere Menge von Produkten, während sich die Stückkosten (anfallende Kosten für die Herstellung eines Stücks) reduzieren.

Die sich daraus entwickelnden zusätzlichen Kosten definieren den Begriff
Grenzkosten. In den meisten Fällen senken sich die Grenzkosten, sofern ein Unternehmen mehr Einheiten produziert. Ein Umstand, der vor allem für Hersteller mit hohen Fixkosten sehr lukrativ sein kann.

Berechnungsfaktor Grenzkosten



Betriebswirtschaftlich sind Grenzkosten ein wichtiger Berechnungsfaktor zur Kostenkalkulation. Denn nur mit einem genauen Kostenverlauf lassen sich die realen Produktionskosten ermitteln und machte eine konkrete Preisbildungspolitik möglich.

Dabei wird zwischen proportionalen beziehungsweise linearen und nicht linearen Kosten unterschieden.

Linearer und nicht linearer Kostenverlauf

linearer Kostenverlauf – Es handelt sich um lineare Kosten, wenn sich die Kosten proportional mit der Steigerung der Produktion erhöhen. Das bedeutet, die Gesamtkosten werden auf die proportional wachsende Produktionseinheiten verteilt.

Allerdings kommt ein vollkommener linearer Kostenverlauf in der Praxis kaum vor, denn dieser setzt eine Produktion ohne jeden Fehler voraus.

nicht linearer Kostenverlauf – Mehr praktische Relevanz hat der nicht lineare (degressive) Kostenverlauf, bei dem sich der Kostenanstieg mit zunehmender Produktion reduziert.

Das bedeutet, mit der Steigerung der Produktionsmenge wird gleichzeitig die Kosteneffizienz optimiert.

Zusammenfassung

  • Grenzkosten sind die Mehrkosten für die Produktion einer weiteren Einheit
  • Steigerung der Produktion verändert Kostensituation
  • Linearer Kostenverlauf: Die Kosten steigen proportional zur Produktion
  • Nicht linearer Kostenverlauf: Kostenreduzierung durch steigende Produktionsmenge
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