Fehlmengenkosten

Fehlmengenkosten sind Kosten, die anfallen, wenn das beschaffte Material den Bedarf der Fertigung nicht deckt, wodurch der Leistungsprozess ganz oder teilweise unterbrochen wird. Die Fehlmenge ist demnach der Materialbedarf, der die verfügbare Menge an Material überschreitet.

Die Höhe der Fehlmengenkosten hängt ab von:

· Möglichkeiten der Verschiebung oder Veränderung des geplanten Fertigungsablaufes,

· der Dauer der Störung, die z. B. einen Stillstand in der Fertigung verursacht hat.

Gründe für Fehlmengenkosten können sein:

· Preisdifferenzen, wenn zur Störungsbeseitigung höhenwertige Güter eingesetzt werden

· Entgangene Gewinne, wenn nicht gefertigt und damit nicht verkauft wird

· Konventionalstrafen, die bei Nichtlieferung an die Abnehmer zu zahlen sind

· Goodwill-Verluste, die zu einem negativen Firmenruf führen und die Abnehmer veranlassen, das benötigte Material anderweitig zu beschaffen.

Der Lieferbereitschaftsgrad hat gleichermaßen Einfluss auf die Höhe der Fehlmengenkosten:

· Ein hoher Lieferbereitschaftsgrad — z. B. 90 % — führt zu geringen Fehlmengenkosten.

· Ein niedriger Lieferbereitschaftsgrad — z. B. 50 % — erhöht für das Unternehmen die Gefahr höherer Fehlmengenkosten beträchtlich.



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