Externe Bilanzanalyse

Die externe Bilanzanalyse wird außerhalb der bilanzierenden Unternehmen auf der Grundlage der von ihnen für bestimmte Zwecke zur Verfügung gestellten oder veröffentlichten Bilanzen einschließlich GuV-Rechnungen, Anhang und ggf. Lageberichten durchgeführt.




Voraussetzung für eine aussagefähige externe Bilanzanalyse ist, dass der Bilanzanalytiker die Besonderheiten des zu analysierenden Unternehmens weitgehend kennt oder in Erfahrung bringt, da Eigenarten des Unternehmens in der Bilanz ihren Niederschlag finden.

Probleme der externen Bilanzanalyse sind:

• Die beschränkte Aussagefähigkeit der veröffentlichten Bilanz, die Informationslücken hat.

So gibt sie z. B. keine Auskunft darüber,

– welche Kreditlinien existieren – inwieweit kurzfristige Kredite revolvierend nutzbar sind
– inwieweit Reparaturen oder außerplanmäßige Abschreibungen unterlassen wurden.

Ebenso ist nicht ersichtlich, welche Vermögensgegenstände zur Fortführung der Leistungserstellung nicht notwendig sind, auf die aber bei starker Liquiditätsanspannung zurückgegriffen werden kann. Auch fehlen Angaben über am Bilanzstichtag rechtlich fixierte Forderungen und Verbindlichkeiten aus schwebenden Geschäften.

• Der Veröffentlichungszeitpunkt, denn nach dem AktG muss die Hauptversammlung innerhalb 8 Monaten nach Ende des Geschäftsjahres stattfinden (§ 175 Abs. 1 AktG), erst danach kann der Jahresabschluss offengelegt bzw. veröffentlicht werden.

• Die Erleichterungen, die mittelgroßen und kleinen Kapitalgesellschaften eingeräumt werden und die Vergleiche mit den großen Kapitalgesellschaften erschweren.



War die Erklärung zu "Externe Bilanzanalyse" hilfreich? Jetzt bewerten:
(3,00 Punkte aus bisher 1 Bewertungen)
Loading...

Weitere Erklärungen zu Anfangsbuchstabe E