Eigenkapitalrentabilität

Auch bekannt als: Unternehmerrentabilität, Return on Equity

Unter der Eigenkapitalrentabilität versteht man das Verhältnis vom Gewinn eines Unternehmens zu seinem Eigenkapital. Die Eigenkapitalrentabilität stellt dar, wie sich das Eigenkapital eines Unternehmens innerhalb einer Rechnungsperiode verzinst hat.




Definition / Erklärung

Bei der Eigenkapitalrentabilität handelt es sich um eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, mit der errechnet werden kann, wie hoch die Verzinsung des Eigenkapitals während einer Periode war.

Mit der Eigenkapitalrentabilität lässt sich die Ertragskraft eines Unternehmens ausdrücken und Eigenkapitalgeber können sich durch sie einen Eindruck davon verschaffen, ob sich die Investition ein Unternehmen ausgezahlt hat.

Wie wird die Eigenkapitalrentabilität berechnet?



Die Formel zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität lautet:

Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital

oder

Eigenkapitalrentabilität = EBIT / Eigenkapital

Beispiel – Beträgt der Gewinn also beispielsweise 60.000 Euro und das Eigenkapital liegt bei 800.000 Euro, dann beträgt die Eigenkapitalrendite 7,5 %

Im Allgemeinen ist eine hohe Eigenkapitalrentabilität als positiv zu bewerten, das auf ein florierendes Unternehmen hindeutet. Je nachdem in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist, können die Eigenkapitalrentabilitäten jedoch stark schwanken.

Zielwerte für die Eigenkapitalrentabilität

Grundsätzlich gilt, egal in welcher Branche das Unternehmen tätig ist, dass die Eigenkapitalrentabilität mindestens so hoch ausfallen sollte, wie der durchschnittliche Zinssatz auf dem Kapitalmarkt. Denn andernfalls macht es wenig Sinn, das Eigenkapital im Unternehmen einzusetzen.

Probleme und Nachteile

Bei der Eigenkapitalrentabilität werden verschiedene Größen des Jahresabschluss zueinander in Bezug gesetzt. Werden im Jahresabschluss von Unternehmen unterschiedliche Rechnungslegungsstandards benutzt, so können sich die daraus ergebenden Eigenkapitalwerte stark voneinander unterscheiden. Das macht es schwer, die verschiedenen Ergebnisse miteinander zu vergleichen.

Leverage Effekt

Unter dem Leverage Effekt versteht man die Beeinflussung der Eigenkapitalrentabilität durch die Aufnahme von Fremdkapital. Auf diese Weise kann der Gewinn gesteigert werden, obwohl das Eigenkapital gleich hoch bleibt.

Zusammenfassung

  • Eigenkapitalrentabilität ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, mit der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ausgedrückt wird
  • Eigenkapitalrentabilität gibt Aufschluss über die Verzinsung des Eigenkapitals während einer Periode
  • Eigenkapitalrentabilität sollte mindestens so hoch wie der durchschnittliche Zinssatz auf dem Kapitalmarkt
  • mit dem Leverage Effekt kann die Eigenkapitalrentabilität erhöht werden
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