Beschaffungsportfolio-Analyse

Beschaffungsportfolio-Analyse sind Instrument des strategischen Beschaffungs-Controlling. Es dient dazu, die verschiedenen Beschaffungsgegenstände und -aufgaben in ihrer längerfristigen Wirkung zu analysieren. Entsprechend dem Grundansatz der Portfolioanalyse werden die verschiedenen Beschaffungsaktivitäten i.d.R. nach zwei Dimensionen untersucht. Man kann sie z.B. nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen und nach dem Beschaffungsrisiko anordnen.

Die erste Dimension gibt dann an, ob das jeweils betrachtete Beschaffungsgut für den Fertigungs- und Absatzprozess sowie die Zielerreichung der Unternehmung mehr oder weniger wichtig ist. Dagegen zeigt die andere Dimension, in welchem Ausmaß die Versorgungsfähigkeit bei diesem Gut auf längere Sicht gefährdet sein könnte. Ordnet man die verschiedenen Beschaffungsgüter (-gruppen) nach diesen Merkmalen an, so wird erkennbar, bei welchen Gütern die Beschaffung längerfristig gesichert erscheint und bei welchen Probleme auftreten könnten, die die Beschaffungsziele beeinträchtigen.

Ferner kann man Hypothesen über zu erwartende Änderungen bezüglich der Bedeutung einzelner Güter oder ihre künftige Anfälligkeit gegenüber Versorgungsstörungen aufstellen. Die Aufgabe des strategischen Beschaffungs-Controlling besteht darin, dieses Instrument an den geeigneten Stellen einzusetzen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen vorzuschlagen.



War die Erklärung zu "Beschaffungsportfolio-Analyse" hilfreich? Jetzt bewerten:
Loading...

Weitere Erklärungen zu Controlling