Absatzmarkt

Jeder Unternehmer bedient mit seinen Waren, seinen Produkten oder seinen Dienstleistungen einen eigenen Absatzmarkt. Ein Absatzmarkt bezeichnet den Markt, auf dem Waren oder Dienstleistungen angeboten und somit verkauft werden können.

Auf diesem Markt finden sich zum einen verschiedene Abnehmer, aber zum anderen auch weitere Anbieter. Letztere konkurrieren miteinander um die Gunst der potenziellen Kunden.




Absatzmärkte nach Räumlichkeit

Absatzmärkte differenzieren sich grundlegend durch ihre räumlichen Unterscheidungsmöglichkeiten:

  • lokal
  • regional
  • national
  • international
  • weltweit

Dabei gilt – umso größer der vorliegende Absatzmarkt ist, umso größer ist die Zahl der potenziellen Abnehmer, aber auch der Konkurrenz. Doch wie differenzieren sich die räumlichen Unterschiede der Absatzmärkte im Detail voneinander?

Herausforderungen und Probleme



Eignung von Produkten – Bei der Frage, welcher Absatzmarkt für das eigene Unternehmen der richtige ist, kommt es in erster Linie auf die Art des Angebots an. Denn Produkte wie etwa verderbliche Lebensmittel eignen sich meistens nur für einen lokalen oder regionalen Absatzmarkt (abhängig von Lieferzeiten / Lieferwegen).

Kosten-Nutzen-Frage – Hinzu kommt die Tatsache, dass der Aufwand gegenüber den Kosten in keinem positiven Verhältnis steht. Das bedeutet, dass es sich für potenzielle Abnehmer finanziell nicht lohnt Waren national oder international einzukaufen, wenn das Angebot regional oder lokal bereits mehr als zufriedenstellend abgedeckt wird.

Zölle und Einfuhrverbote – Werden Waren aus dem Ausland bezogen, fallen darüber hinaus nicht nur höhere Lieferkosten an, sondern eventuell auch Kosten für den Zölle. Weitere Problematiken bei Waren aus dem Ausland sind unter Umständen, dass diese nicht die deutschen Qualitätsstandards erfüllen oder nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen.

Absatzmärkte nach Art des Angebots und der Beteiligten

Absatzmärkte können sich aber auch durch verschiedene Grundlagen voneinander unterscheiden: Etwa anhand der Beteiligten oder des Angebots.

Business-to-Consumer – Von einem Business-to-Consumer-Markt (kurz B2C genannt) spricht man beispielsweise, wenn ein Unternehmen oder ein Händler private Kunden oder Einzelkunden anspricht – etwa bei einem Autokauf.

Business-to-Business – Sprechen Unternehmen hingegen andere Unternehmen an, wird von einem B2B (einem Business-to-Business-Markt) gesprochen. Das bedeutet, dass beispielsweise dann ein B2B-Markt vorliegt, wenn ein Händler einen Pkw an ein Unternehmen verkauft.

Consumer-to-Consumer – Private Käufer und private Verkäufer treffen sich hingegen auf einem C2C, also auf einem Consumer-to-Consumer-Markt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Privatperson ihren Gebrauchtwagen an eine andere private Person weiterverkauft.

Absatzmärkte lassen sich außerdem auf Grundlage ihrer Angebote unterscheiden. Je nach Absatzmarkt finden sich dort nur Konsumgüter, Investitionsgüter, Industriegüter, Dienstleistungen oder Immobilien.

Zusammenfassung

  • auf einem Absatzmarkt werden Dienstleistungen oder Produkte angeboten und verkauft
  • die Märkte unterscheiden sich durch ihre Beteiligten (Marktteilnehmer) und durch die Art ihrer Angebote
  • Absatzmärkte lassen sich durch ihre räumliche Ausrichtung unterscheiden: lokal, regional, national, international oder weltweit
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